Fünfundzwanzig Millionen

Samstag, 20.07.2013

Der Sommer 2013 hält an und zeigt sich von seiner besten Seite. Mit Tagestemperaturen von über 30° C hält es eigentlich niemanden mehr zu Hause. So auch wir unternahmen an diesem Wochenende wieder etwas. Für diesen Samstag stand das Legoland in Günzburg bei Ulm auf dem Programm. Wer denkt, das dieser Freizeitpark nur was für Kinder ist, liegt falsch. Hier wird wirklich was für jeden geboten. Und für die Sparsamen noch ein Tipp: Mit dem OnlineTicket spart man 10 € gegenüber dem Ticket das man an der Kasse bekommt. Das macht sich bei einer 4köpfigen Familie schnell bezahlt. Ebenso kann auch gleich ein Parkticket für 6 € bestellen und wie das Eintrittsticket sofort ausdrucken. Ich war erstaunt, das man auch fürs Parken bezahlen muss, aber das war nur die erste negative Überraschung.

 

Herzlich Willkommen

Die Anreise war etwas nervenaufreibend, da wir uns in der Reisewelle nach Süden befanden. Wer sich in dieser Richtung auf der A8 aufhält, fährt meist über München entweder zum Flughafen oder nach Österreich. Die Strecke Rutesheim - Günzburg packt man bei normaler Verkehrslage in einer guten Stunde. Wir waren aber erst nach drei Stunden im Park. Das hatte den Grund, das wir kurz vor Ulm in einem dicken Stau festsaßen. So das es sich sogar gelohnt hatte, zeitweise den Motor abzustellen. Dann musste ich unbedingt zum Media Markt in Ulm, um mir eine SD Karte für meine neue Videokamera (Canon Legria HF G30) zu kaufen. Aber, da der Park an diesem Samstag sowieso bis 22:00 Uhr geöffnet hatte, war das eigentlich zweitrangig.

Wieder zurück auf der A8 waren es dann nur noch wenige Minuten bis zum Park. Das Parkleitsystem ist leicht und verständlich. An dieser Stelle ein kleiner Hinweis. Die Parkplätze sind nicht nummeriert. Lediglich die Reihe, in der das Auto steht, hat eine Nummer.

Diese befindet sich entlang des äußeren Rings. Alternativ benutzt man die Legoland App und speichert einfach die GPS Position seines Autos ab. Wir haben beides verpennt und mussten Abends relativ lange unser Auto suchen.

So dann ging es Richtung Park. Man kommt auf einen großen Platz, wo man die ersten Bilder machen kann.

Mit unseren ausgedruckten OnlineTicket mussten wir uns nicht in der Warteschlange anstehen und konnten direkt durch die Drehschranke laufen. Wer das OnlineTicket hat, bekommt keinen gedruckten Parkplan, aber auch dafür hat man ja die App.

Da es bereits nach 12:00 Uhr war, waren wir hungrig. Gleich nach dem Eingang gingen wir nach links ins erste Restaurant. Dort bestellten wir uns etwas. Lyra nahm ein halbes Hähnchen und einen grossen Salatteller und ich zwei Scheiben Schweinebraten mit Sosse (komisch nirgends Spätzle zu sehn) und auch einen grossen Salatteller. Dazu zwei grosse Pepsi. Katsching...35 € an der Kasse.

Holla, die Waldfee, ist da hier teuer. Und das stimmt wirklich. Eine vierköpfige Familie braucht rund 50 €, um einigermaßen anständig was im Magen zu haben. Auch hier wieder ein Tipp: Viele Getränke mitnehmen an heissen Tagen. Die Preise im Legoland sind unverschämt. Egal ob in den Restaurants oder draussen in den Buden. Ein halben Liter von egal was (Pepsi, Mirinda, Sprite oder auch nur Wasser) kosten einheitlich 3,10 €. Die Mitnahme von Kinderwägen oder Bollerwägen ist erlaubt, da lassen sich locker zwei Kisten Sprudel unterbringen. So...genug gemotzt...geniessen wir nun den Park.

Am einfachsten erkundet man einen Freizeitpark mit einer kleinen Rundfahrt. Das geht auch im Legoland. Mit dem Legoland Express erhält man einen ersten Überblick, was der Park zu bieten hat.

Hier kam dann auch zum ersten mal meine Videokamera zum Einsatz. Also, geniesst die Fahrt im Legoland Express.

 

Nach dieser Rundfahrt konnte ich es kaum erwarten durchzustarten. Ist ja klar, womit ich anfangen wollte. Natürlich mit der Hero Factory. Sich von riesigen Industrierobotern durch die Luft wirbeln zu lassen, ist bestimmt der Hammer.

Als wir in das Hero Factory Gebäude gingen wurde der Weg zwei geteilt. Man konnte sich entscheiden zwischen der Zuschauertribüne oder direkt zu den Robotern. Lyra wollte erst mal sehn, was auf sie zukommt. Ihr hättet sie hören sollen, wie sie alleine beim zuschauen gelacht hat. Naja, bis zu dem Augenblick, als ich sagte, das ich das auch machen möchte. Sie zögerte, aber da sie mich in so ziemlich jeden Rollercoaster schleppt, bei dem meine Seele echte Probleme hat mir zu folgen, konnte sie das auch für mich tun. Hier der Videobeweis. :-)

 

Am besten gefällt mir der Teil, wo Lyra sagt: "Genug jetzt! GENUG!!!"

Dann ging es weiter zum Aussichtsturm. Die Wartezeit dort in der prallen Sonne war schon etwas länger. Da könnte der Park mit einer Überdachung nachbessern. Der Aussichtsturm ist 49 Meter hoch und dreht sich oben angekommen zweimal um die eigene Achse. Von oben erhält man einen schönen Überblick über die ganze Parkanlage.

 

Dann ging es weiter ins Miniland. Wie man im Legoland Express erfahren konnte, wurde auf dem ganzen Miniland Areal rund 25 Millionen Legosteine verbaut. Ne ganze Menge. Das Miniland ist ein beliebter Fotospot. Hier ein paar Highlights, das gesamte Archiv findet ihr wie immer in meinem Picasa Album.

Das Schloß Neuschwanstein

Der Flughafen München. Ein sehr grosses Areal mit Terminal Halle, Tower, Gates, Start- und Landebahn...

...und der Halle für den Airbus A380.

Frankfurt am Main, mit der Altstadt im Vordergrund und dem Bankenviertel im Hintergrund.

Benvenuti a Venezia

Hier die wunderschöne Rialto Brücke.

Der Palazzo Contarini del Bovolo

Weiter gehts in Berlin. Hier der Fernsehturm.

Das Rote Rathaus.

Die Museumsinsel.

Der Berliner Dom.

Das Reichstagsgebäude.

Der Berliner Zoo.

Das Brandenburger Tor... und als letztes noch...

...die Siegessäule.

Nächste Station im Miniland ist die Allianz Arena in München. Deutschland´s Arche Noah.

Ein riesiges Schlauchboot, falls die globale Erwärmung ausser Kontrolle gerät.

Weiter gehts in den hohen Norden. Hier der Hamburger Hafen mit dem Schulschiff Rickmer Rickmers.

Das Museumsschiff Cap San Diego

Der Schaufelraddampfer Credle Queen

Weiter geht die Reise nach Luzern in der Schweiz. Hier im Vordergrund sieht man schön die Kapellbrücke.

Auch in Amsterdam sollte man mal vorbeischauen.

Als nächstes folgen nun nachgestellte Szenen aus allen sechs Star Wars Filmen. Erkennt ihr die Orte und den dazugehörigen Film?

Da im Miniland quasi nichts stillsteht wie in einer Austellung, bin ich nochmal mit der Videokamera ein bißchen durchgelaufen.

 

Wundert euch bitte nicht. Eure Lautsprecher sind ok. Ich musste bei diesem Video den Ton abstellen, da im Hintergrund eine

Band für ihren Auftritt am Abend geübt hat. Ich empfand das als sehr störend für den Film.

Auch beim Miniland muss ich eine kleine Kritik abgeben. Der ganze Park ist nach nun mehr rund 10 Jahre renovierungsbedürftig. Im Miniland gibt es bei den Gebäuden auffallend viele Spinnennetze, hier ist schon lange nicht mehr mit einem Schlauch abgespritzt worden. An vielen Stellen im Park blättert am Boden und an den Attracktionen die Farbe ab. Beim Aussichtsturm sind verschiedene Pflanzen mit einem Pilz befallen. Bei Michael Schumacher´s Renner an der Lego Test Strecke könnte man mal wieder Reifen aufpumpen. Das sieht traurig aus.

Einzig wirklich Positiv zu bewerten ist das Personal. Eine recht junge Crew die freundlich und motiviert ist.

Danach ging es weiter zu Legoland Atlantis. Wartezeit zu diesem Zeitpunkt rund 30 Minuten. An dieser Stelle möchte ich anmerken: Das Legoland bietet, wie schon einige andere Parks auch den sogenannten ExpressPass an. Bei Legoland gibt es den Pass in Form eines elektronischen Piepers, der sich meldet, wenn man die gewünschte Attraktion bei vorheriger Anmeldung betreten kann. Den ExpressPass gibt es in drei Varianten.

 

Doch nun zurück zum Atlantis. Wie es der Name schon sagt, hat Atlantis etwas mit SeaLife zu tun. Also ist es keine Fahrattraktion. Man kommt in Gruppen zu etwa 50 Personen in einen kleinen Kinoraum. Nach dem Schliessen der Türe gibt es eine Sicherheitsunterweisung für die Eltern und Kinder (nicht an die Scheibe klopfen, keinen Blitz verwenden, usw.) Per U-Boot geht es dann unter Wasser zur versunkenen Stadt Atlantis. Nach dem etwa dreiminütigen Film öffnet sich eine weitere Türe und man betritt einen Raum mit Aquarien. Von dort geht es dann in mehrere Räume weiter. Auch ein kurzer Glastunnel wie man ihn vom SeaLife kennt fehlt nicht. Nach etwa 15 bis 20 Minuten ist man wieder draussen.

 

 

 

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